Dein Coaching authentisch verkaufen

Erfahre hier wie Du Dein Coaching authentisch & integer verkaufst. ✓ Vorlagen ✓ Skripte ✓ Tipps

„Noch so ein Coach, der mir was verkaufen will!“ ist ein Satz, den jeder Coach bei der Akquise kennt. Aber was ist die Alternative? Klar, Empfehlungen haben deutlich mehr Vertrauen im Vorfeld, aber dann wärst Du auch komplett darauf angewiesen.

Einfach nur ein paar Verkaufstricks anwenden, um den Klienten möglichst schnell in einen Abschluss reinzuquatschen, willst Du auch nicht. Der Klient würde sich auch unwohl dabei fühlen und die nötige Offenheit im Coaching wäre dahin. 

Und wie Du authentisch Dein Coaching verkaufen kannst, sodass sich Dein Klient freut, erfährst Du in dieser ausführlichen Anleitung. Vom Erstkontakt bis zum Abschluss mit Vorlagen und Skripten.

Devin Marc Kandelhard,
Xing-Spezialist für Coaches

Verkauf-Strategie

Coaching basiert auf Vertrauen. Mehr als andere Branchen. Deshalb empfehle ich das Internet-Marketing zu nutzen, um Interessenten zu gewinnen und ein persönliches Gespräch, um zu verkaufen. 

Dabei solltest Du unbedingt auf Integrität achten, denn nur, wenn Du nach innen als auch nach außen kongruent bist, kannst Du die höchste Stufe der Anziehung erklimmen. (vgl. Kunde, 2012)

Ich empfehle Dir zwei Telefonate zu machen. Ein Vorgespräch und dann eine kostenlose Erstberatung, indem Du dem Interessenten eine Probe von Deinem Coaching erleben lässt. 

Hier zeigst Du insbesondere auf, dass es für ihn einen Weg gibt, der ohne große Herausforderungen die problematischen Symptome in seinem individuellen Alltag lösen kann.

Da Du hier Teil des Produktes selbst bist, ist es wichtig, dass Du einen Expertenstatus in der kostenlosen Erstberatung aufbaust und intensiviert. Denn Klienten kaufen nur von Experten. (vgl. Altmann, 2015) Du bist an dieser Stelle der Mehrwissende.

Experten-Tipp:

Dabei solltest Du darauf achten, weiterhin auf Augenhöhe zu bleiben. Erschaffe also eine Kompetenz-, aber keine Statushierarchie.

Wie Du als Coach einen Expertenstatus aufbaust

Da der wichtigste Entscheidungsmechanismus unser Bauchgefühl ist (vgl. Gigerenzer, 2007), schauen wir uns an, was wir von Anfang an als kleine Kinder mitbekommen haben: 

Gesundheit ist wichtig. Wenn etwas war, musste man zum Arzt. Und der Termin war wichtig. Du konntest in Deiner Kindheit Deine Eltern sagen hören „Nein, da können wir nicht hin. Wir haben da einen Termin beim Kinderarzt.” 

Ein Arzt gilt also als der Experte schlecht hin. Aber wie hat er das gemacht? Schauen wir uns den Prozess näher an:

Deine Eltern haben bei der Praxis angerufen und haben den Arzt selbst nicht ans Telefon bekommen, sondern nur die Assistentin. Aber die Assistentin hat kaum Fachkenntnisse und reicht das Telefon auch nicht weiter, sondern sie macht einen Termin und gibt alles ins System ein. 

Dann kann man zu diesem Termin pünktlich erscheinen, aber dann hat man schon wieder nicht den Experten vor der Nase, sondern die Assistentin. Sie stellt einem Fragen und prüft die Bezahlung der Krankenkasse. Und schon wieder wird etwas ins System eingetragen. Man hat selbst das Gefühl, dass dort dutzende Leute drinstehen müssen.

Selbst dann, obwohl Du einen Termin hast, musst Du Dich ins Wartezimmer setzen. Irgendwann ruft Dich die Assistentin auf und Du darfst in das Behandlungszimmer.

Die Assistentin bereitet erst einmal alles für den Arzt vor. Die neuen Rezeptbescheinigungen werden aufgefüllt, ein neuer Kugelschreiber und irgendwelche Arztutensilien werden zurechtgelegt. 

Sie bereitet also alles vor, damit der Arzt gleich arbeiten kann. Der hat bis hierhin noch gar nichts gemacht und Du hast ihn auch noch nicht gesehen oder gesprochen.

Und nun, wo er reinkommt ist das für Dich total der Experte. Interessant, denn er hat noch gar nichts gemacht. Er hat Dir seine Kompetenz auch noch gar nicht bewiesen. Ein Mensch geht durch eine Tür und ist Oberexperte. Schon witzig, wenn man überlegt, wie einfach das ist. 

Der Arzt hat keine Anfrage bekommen, er hat nicht telefoniert und kennt wahrscheinlich nicht mal seinen Terminkalender. Geschweige denn er kennt das digitale System oder wüsste, wie man bei der Krankenkasse abrechnen kann. 

Und wenn er dann drin ist? Stellt er sich vor oder holt er seinen Ausbildungsschein raus? Nope. Er stellt Dir fast schon gelangweilt, routineartig ein paar Fragen zu Deinen Symptomen. Von den medizinischen Ursachen dahinter sagt er erst mal gar nichts. Von der Lösung spricht er auch nicht. Er erzählt auch nichts von sich oder seinem Angebot oder wie lange er denn schon die Praxis führe oder sonst was.

Kurz:

Ein Experte beweist sich nicht, sondern geht stillschweigend vom Expertenstatus aus (vgl. Wallace, 1999) und stellt dich auch gleich als medizinisch naiv hin und redet gar nicht über die wirklichen Dinge. Einfach nur ein paar Symptome abfragen kurz am Körper prüfen ein Rezept ausschreiben und vielleicht noch einmal kurz erklären, was nun das gesundheitliche Problem ist. Ende. 

Alles danach macht schon wieder die Assistentin und die Apothekerin. Fassen wir also einmal zusammen, was der Arzt tatsächlich für seinen Expertenstatus gemacht hat.

Alles andere haben seine Assistenten für ihn vor- und nachbereitet. Und wie Du diese frühkindliche Prägung jetzt für Dein Coaching, anwenden kannst, erkläre ich Dir hier:

Das Vorgespräch

Sobald Du eine Anfrage von einem interessierten Klienten bei Dir eingegangen ist, ruft eine Assistentin dort am nächsten Tag an. Zum Beispiel durch eine Werkstudentin oder -student. Seine Aufgabe ist, einen Termin für ein unverbindliches Erstgespräch zu vereinbaren und alles für Dich als Experten vorzubereiten.

Allerdings sind die Vorteile eines Arztes leicht zu verstehen. Man ist krank und er macht einen wieder gesund. Also eine leicht zu verstehende Dienstleistung. Währenddessen ein Coaching deutlich erklärungsbedürftiger ist. Es ist wichtig, dass Dein Telefonist es dem potenziellen Klienten so angenehm, wie möglich macht, um dafür zu sorgen, dass Deine Person mit positiven Emotionen verknüpft wird. (vgl. Häusel, 2019-2)

Du solltest in dem Vorgespräch auch darauf achten, wie die andere Person Dich wahrnimmt. Besseres Marketing-Feedback direkt aus dem entscheidenden Unterbewusstsein Deines potenziellen Klienten kannst Du nicht bekommen. Und um Dich und Dein Marketing zu verstehen ist es essenziell wenn Du berücksichtigst, wie andere Dich sehen. (vgl. Krogerus, 2017)

Hier mal ein Entwurf von ein mögliches Skript, damit Du ein Gefühl dafür bekommen kannst.

Es soll jetzt nicht darum gehen, dass Deine Assistentin diesen Leitfaden 1:1 runterquatscht, sondern dass Du ein Gefühl dafür bekommst, was da in welcher Reihenfolge besprochen werden solle. 

Hier ist es auch angebracht Bedingungen zu stellen. Dafür solltest Du aber auch selbst erst einmal Klarheit darüber haben. Zum Beispiel:

Das Erstgespräch

Wir bestreiten das kostenlose Erstgespräch in 4 Phasen:

Phase 1 - Status Quo Analyse

Diese erste Phase möchte ich gerne in 4 Bereiche unterteilen. Wie du hier auf der Landkarte sehen kannst:

[t]fertige schatzkarte

Grundsätzlich ist die Landkarte dafür da, dass Du sagen kannst, was und in welcher Reihenfolge Du möchtest. Dein Gegenüber kann das ebenso. So entsteht auch ein sehr natürliches Gespräch, was bei einem Leitfaden oder besonders einem Wort-für-Wort-Skript nicht der Fall wäre.

Angebotsanalyse

Du gehst erst einmal auf das Du: „Ist es für Sie in Ordnung, wenn wir auf das Du wechseln, dann ist das Gespräch persönlicher und entspannter?”. Die Begründung nach dem „dann” ist wichtig, weil dann deutlich mehr Menschen bejahen, wenn es einen guten Grund für etwas gibt. Die sogenannte Begründungskonjuktion.

Noch einmal prüfen, ob soweit alles richtig ist. Du hast von Deiner Assistentin auch ein Zettel bekommen mit den Notizen und Antworten. Hier kannst Du super die Zeitachse vom Lebenslauf von Xing nehmen und „Du hast ABC und sind XYZ gemacht, richtig?”

Und dann gehst Du in Ruhe darauf ein, was er genau macht, was Dir auf seinen Social-Media-Profilen und seiner Webseite aufgefallen ist. 

Frage ihn, wie es zu seiner derzeitigen Situation gekommen ist und was seine Beweggründe dafür waren. Wie hatte es sich entwickelt? Bekomme ein Gefühl für Deinen Gegenüber und gebe ihm ein bisschen Zeit sich mit sich selbst zu beschäftigen. Und für ihn zu erkennen, “Okay, es geht jetzt wirklich nur um mich.”

Verstehe die Entwicklung: „Du bist nicht gleich mit Deinem Unternehmen / Deiner Karriere auf die Welt gekommen, nehme ich an. Wie hat sich das entwickelt?“

Höre ihm aufmerksam zu. Erich Fromm sagte 1956: „Liebe ist eine Aktivität und kein passiver Affekt. Sie ist etwas, das man in sich selbst entwickelt, nicht etwas, dem man verfällt.“ Also nehme die Verantwortung für Deine Liebe & Wertschätzung zum Klienten selbst in die Hand.

Symptomeanalyse in 4 Fragen

Zielanalyse

In der Zielanalyse möchten wir herausfinden, was sich Dein Klient wünscht. Viele Menschen sind sich jedoch ihrer Wünsche nicht richtig bewusst (vgl. Häusel, 2019). Deshalb antworten sie auf die Frage „Was wünscht Du Dir?” etwas, dass sich für sie plausibel anhört. Aber sie öffnen dabei nicht ihr Herz. Daher spüre in die Antwort Deines Klienten hinein und überprüfe, ob er wahrlich von seinen Wünschen spricht.

Und dann hackst Du da weiter nach, ob die zugrundeliegende Klientenperspektive überhaupt der Wirklichkeit entspricht. (vgl. Gouthier, 2017) Erzähle zuerst eine kleine Geschichte von Dir, die damit zu tun hat und frage ihn dann tiefer nach, was wirklich in seinem Herz steckt. 

Nur so lernst Du wirklich die Wünsche Deines Klienten kennen. Und nur, wenn der Nebel um die wahren Wünsche Deines Klienten lichtet, kannst Du Dein Coaching ohne Druck oder Manipulation verkaufen, weil er für sich erkennt, was er wirklich möchte.

Jetzt schauen wir uns die Prioritäten an – was ist dem Interessenten wirklich wichtig? Lass Dir hier 3-5 Ziele nennen und frage anschließend nach den Begründungen. Schreibe Dir diese auch auf und schlussfolgere dann mit Deinem Gegenüber zusammen auf seine wichtigsten Werte. 

Falls Du gerne noch etwas tiefer gehen möchtest, kannst Du auch das dahinterliegende Hauptbedürfnis analysieren. Wie das geht, erläutere ich genauer hier

Zukunftsanalyse

Nun geht es um die Visualisierung. Es geht darum, wirklich ein Bild vor dem inneren Auge zu zeichnen. „Sagen wir einmal, Deine Wünsche würden sich jetzt erfüllen, was genau ändert sich dann für Dich?” 

Hier in dieser tiefen Frage, habe ich herausgefunden, dass großes Vertrauen vorherrschen muss. Und hier wäre es deswegen auch immer gut, wenn Du vorher noch etwas von Dir erzählst und wie Coaching in Deinem Leben etwas verändert hat. 

Hier spreche ich zum Beispiel gerne von meinem Autismus und wie ich früher recht verschlossen war. Und dass ich dann durch Coaching die Tore zu meiner emotionalen Welt öffnen konnte. 

Hier unterscheiden wir wieder, wie auch bei den Wünschen, zwischen freudvollen und freudlosen Äußerungen. Harke bitte wieder nach, wenn die Antworten zu lapidar erzählt wurde. Es geht schließlich darum, dass Du den Status Quo analysierst und den Nebel mit Deinem Interessenten gemeinsam lüftest.

„Also wie sieht das denn konkret aus? Liegst Du dann auf Deiner Coach und lehnst Dich zurück, wenn Du Deine Herausforderung geschafft hast?” 

Und danach auch noch einmal andersherum die Frage: “Okay, und was passiert, wenn sich das nie lösen wird?” Hier also wirklich in die Tiefe gehen und das Bild klar zeichnen. Falls es mal stocken sollte, weil noch nicht genug Vertrauen aufgebaut war, dann kannst Du auch einfach sagen: 

“Ich würde gerne Deine Komfortzone erweitern. Es soll jetzt gar nicht darum gehen, sie zu sprengen, sondern lediglich um 5% zu erweitern. Dann können wir beide im Anschluss gemeinsam einen Schritt für Schritt Plan entwerfen, der Deine Herausforderung überwinden wird. Dann hast Du Klarheit für Deinen Weg. Ist das in Ordnung für Dich?”

Zusatz: Mindsetanalyse

Bevor wir nun aber in Phase 2 des Erstgesprächs übergehen, wollen wir das Mindset anvisieren. „Was hat Dich denn abgehalten? Warum darfst Du nicht in Leichtigkeit leben? Warum hast Du Dir das bisher nicht erlaubt?” 

Dann wird der Interessent wahrscheinlich recht nachdenklich. Ist auch eine ungewöhnliche Frage, die sich die meisten nicht stellen. 

„Und was ist die Ursache davon?” wäre nun eine gute Weiterfrage. „Wer ist der böse Schurke? Was ist das für ein Gift oder Fluch? Was ist das, was Dir ungerecht passiert ist?” Lerne also sein Grundbedürfnis, seine Motive genauer kennen. (vgl. Held, 2018 und Häusel, 2016)

Hier guckst Du Dir die Blockaden an, die er hat, um Entscheidungen zu treffen. Solange diese Blockade zwischen ihm und die Entscheidung steht, kannst Du keine wirklichen Coaching-Ergebnisse abliefern.

Wenn der Interessent eine Blockade hat, eine Entscheidung zu treffen, dann kannst Du ihn so viel coachen, wie Du willst – er wird ja keine Entscheidung treffen. Er wird ja sowieso niemals etwas ändern. 

Er wird keine Entscheidung bei Dir treffen und auch nicht bei Deinen Wettbewerbern – er wird niemals eine Entscheidung treffen. Eigentlich passiert genau das, was er gerade eben bildlich als seine Hölle beschrieben hat.

Er braucht Dich jetzt. Auch, wenn es ihm unangenehm ist. Aber das war seine letzte Zahnbehandlung auch. Und nun hat er keine Zahnschmerzen mehr. Baue Vertrauen auf, indem Du ihm sagst, dass Du ihn verstehst und von einer ähnlichen Situation berichtest, wo Du Deine Komfortzone erweitern musstest.

Bei mir ist es zum Beispiel so, dass viele Coaches Angst haben auf Ablehnung zu stoßen, jemanden überreden zu müssen, Einwände zu behandeln oder sich als Vertreter zu fühlen. 

Das ist meist die Ursache, aber was ist jetzt der Auslöser? Das waren meist spezifische Situationen, wo sich meine Interessenten gestört gefühlt haben.

Aufzuzeigen, dass dieses Gespräch gar keine bedrohliche Situation ist, kann ein sehr befreiendes Gefühl auslösen. Perfekt, für unseren weiteren Gesprächsverlauf …

Du merkst nun wahrscheinlich, dass Du viel, viel tiefer gehst als mit herkömmlichen Verkaufsmodellen. Und das ist auch der Grund, warum Du am Ende keine Einwandbehandlung mehr machen musst. 

Experten-Tipp:

Einwände entstehen am Ende des Verkaufsgesprächs dann, wenn Du Deinen Gegenüber am Anfang nicht richtig verstanden hast.

Phase 2 - Zusammenfassung

In 8 Schritten zur spannenden Klienten-Story

Fsse nun die gesammelten Informationen zusammen. Dafür nutzen wir Elemente des Storytellings. So wird es auch richtig spannend und emotional. (vgl. Stevenson, 2008) 

Phase 3 - Dein Probecoaching

Jetzt würde ich Dir empfehlen, einen individuellen Weg in 4-5 Schritten aufzuzeigen, wie Dein Interessent, seine Herausforderung meistern kann. Wenn Du Blockaden lösen kannst, dann tue das. Wenn Blockaden zu tief oder umfangreich erscheinen, dann sage das auch klar. Es ist ja nur ein kostenloses Erstgespräch und kein Coaching-Paket. 

Zeig ihm auf, was gängige Fehler sind und worauf er achten muss. Mache es ihm so einfach, wie möglich das alles selbst umzusetzen. (vgl. Ries, 2012) Bleibe auf der Dien-Ebene und gehe nicht auf die Nehm-Ebene. 

Phase 4 - Angebot machen

„Wie eingangs erwähnt, möchte ich jetzt gerne mein Business und mein Angebot vorstellen.” Sehr häufig stellt mein Interessent schon vorher Fragen zum Angebot. Das kommt bei mir in Phase 3 des Dienens regelmäßig vor. 

Das ist meistens ein sehr entspannter Übergang. Du bist ja auch wirklich in die Tiefe gekommen. Es war ja wirklich emotional. 

Dann stellst Du Dein Angebot vor: Was umfasst das, welches Produkt? Wie kann man das kaufen? Wie wären die Zahlungsbedingungen?

Dann fragst Du ihn, ob er ein schriftliches Angebot haben will. Vielen Ängsten liegt die Angst des Kontrollverlustes zugrunde. Gestehe Deinem Gegenüber daher Handlungsspielräume zu. (vgl. Sharot, 2019) Gebe ihm druckfrei zu verstehen, dass er auch Nein sagen kann. 

Für das schriftliche Angebot habe ich hier noch eine Vorlage für Dich. Hier findest Du meine Vorlage zum schriftlichen Angebot:

Diese gilt natürlich rechtlich nur, wenn Du sinnvolle AGB’s hast. Sonst würde das schriftliche Angebot entweder aussehen wie ein Vertrag oder es würden die AGB’s Deines Gegenübers gelten. Und die sind wohl kaum für Deine Bedürfnisse geschrieben. Falls Du also keine haben solltest, kannst Du Dir hier welche bei meinem Vater, Dr. jur. Ronald Kandelhard kaufen.

Wie Du Dich ehrlich vermarkten kannst

... und somit auch die innere Blockade überwindest!

Eines der Hauptprobleme, die wir Coaches haben, ist das „sich als Vertreter fühlen“. Es gibt in der deutschen Kultur unglaublich viele böse Wörter für das Verkaufen.

Weder ist Verkaufen böse noch können irgendwelche Zertifikate für Dich verkaufen, denn die Wahrheit ist, dass Menschen nur von Menschen kaufen. Das bedeutet, Du kannst noch so viele Zertifikate haben, Du wirst Dich bei jedem Klienten neu beweisen müssen.  

Du hast keinen Einfluss auf die Entscheidung

Verkaufen besteht aus zwei Wörtern: „kaufen“ und „verkaufen“. Das bedeutet, zwei. Du als Coach musst Dich natürlich vermarkten, hast aber absolut keinen Einfluss darauf, ob der Kunde in letzter Konsequenz kauft. Natürlich kannst Du ein paar Tricks anwenden, damit sich die Kaufwahrscheinlichkeit erhöht, aber wenn der Kunde etwas eigentlich nicht haben will, dann wirst Du es nicht hinkriegen, dass er kauft.

 

Kurz:

Das bedeutet also: Du kannst dem Kunden beim Verkaufen eigentlich gar nicht zu nahe treten. Was wir häufig deswegen auch als Problem haben, ist die Ablehnung.

Allerdings können wir Ablehnung in letzter Konsequenz nicht vermeiden. Wenn Du gute Ergebnisse hast, weil Du zum Beispiel eine Viertelmillion Umsatz im Monat machst, dann gibt es Leute, die Dich als reichen Pascha, als Scharlatan oder sonst irgendetwas betrachten. Sie werden Dich ablehnen.

Wenn Du sehr schlechte Ergebnisse hast – zum Beispiel nur 5000 € Umsatz im Monat –, dann wird es irgendwelche Leute geben, die sagen: „Boah, der ist jetzt schon so lange selbstständig, so lange Unternehmer, und er kriegt trotzdem überhaupt nichts hin!“

Mit anderen Worten:

Mit anderen Worten, Du kannst Dich eigentlich nur dafür entscheiden, wofür Du abgelehnt werden willst. Abgelehnt wirst Du auf alle Fälle.

Ob Du nun 5000 oder eine Viertelmillion machst, in beiden Fällen wirst Du abgelehnt. Das bedeutet: Wir haben einmal „Wir können uns aussuchen, wofür wir abgelehnt werden“, und wir haben auf der anderen Seite den Verkauf. Jedes Mal, wenn Du ein Angebot machst, gehst Du natürlich die Gefahr ein, dass Du abgelehnt wirst – egal, was das für ein Angebot ist.

Das Wichtige, was wir halt einfach nur wissen müssen, ist, wie wir uns da ein bisschen herausnehmen können. Das heißt, wir gehen einfach hin:

„Schönen guten Tag, hast Du einen Bedarf?“ „Ja.“
„Okay, möchtest Du gern mein Angebot?“ „Nein.“

Okay nächster: „Schönen guten Tag, hast Du einen Bedarf?“, „Nein.“

Gut, nächster: „Schönen guten Tag, hast Du einen Bedarf?“, „Ja.“
„Möchtest Du mein Angebot?“ „Ja.“ „Super!“ Nun habe ich verkauft.

 

… dass wir einfach, sozusagen, nachfragen.

Etwas anbieten ist wie Helfen

Und in dem Moment, in dem wir wissen, dass unser Angebot dem Gegenüber wirklich weiterhilft, in dem Moment ist es ja eigentlich nur eine Frage wie „Hey, möchtest Du, dass ich Dir helfe?“

Das ist ja im Prinzip, als ob eine alte Oma auf der Straße irgendwie stolpert und auf dem Boden liegt und wir ihr die Hand reichen: „Möchtest Du gerne aufstehen?“ So, und wenn die Oma sagt: „Nein, lass mich in Ruhe! Geh weg!“ Dann würde uns das wundern und wir würden einfach weitergehen. 

Wenn sie sagt: „Oh ja, liebend gerne!“, und ergreift die Hand und wir helfen ihr hoch – super Sache. Und genauso sehe ich im Prinzip mein Angebot.

Und genauso solltest Du Dein Angebot auch sehen. Natürlich, wir werden immer wieder abgelehnt. Das können wir nicht verändern. Wir müssen uns auch klarmachen, dass zum Verkaufen einfach zwei Leute gehören, denn der Käufer ist genauso dafür da. Und ja, es ist halt einfach nur ein Angebot.

Auf den Punkt:

Letztendlich ist Verkaufen nur ein Angebot machen, nur Kommunikation. Alles andere ist beim Verkaufen pure Interpretation.

Habe den Mut, Dich von Deinen Klienten kriegen zu lassen

So, das bedeutet also dementsprechend auch: Wir sollten auf jeden Fall großzügig unser Angebot klarmachen und sagen, was es bei uns zu holen gibt.

So:

Wir sollten so mutig sein und uns von unseren Klienten, unter unseren Bedingungen, kriegen lassen.

Das heißt, Du stellst die Bedingungen: Wann macht man ein Geschäft? Und sagst es dann anderen:

„Hey, unter diesen Bedingungen könnt ihr ein Geschäft mit mir machen.“ Dann lässt Du Dich von den Kunden kriegen. Du zeigst, dass die Kunden mit Dir gewinnen – was auch immer Du für eine Dienstleistung, für ein Produkt letztendlich anbietest. Solange Du mit diesem Mindset an die Sache herangehst, ist Verkaufen weit entfernt von dem, was man sich unter Verkaufen vorstellt. 

Coaching verkaufen: Die FAQ

Ja, aber der Expertenstatus wird sinken. Stelle Dir einmal vor, Dein Arzt würde Dich anrufen und fragen, ob er einen Termin machen dürfte.