Das ist meine Geschichte

Ich bin mit einer Gabe…

…auf die Welt gekommen – dem Asperger-Autismus. Mental konnte ich mich in meiner Kindheit super entwickeln und wurde immer liebevoll als „kleiner Professor” betitelt. Jedoch blieb mir meine emotionale und soziale Welt größtenteils verschlossen.

Therapeutische Versuche konnten diese Blockade nicht lösen, bis ich 2014 dann Friederike kennenlernte. Sie war ein selbstständiger Coach Mitte 50 und der authentischste Mensch, den ich je kennenlernen durfte. Sie coachte mich über viele intensive Monate meine Gefühle anzunehmen und damit umzugehen.

Sie pflegte immer zu sagen, dass diese Reise eine „Dynamic triggern“ würde. Zuerst glaubte ich das nicht. Doch von Monat zu Monat veränderte sich meine Sichtweise.

All die Gesichtsausdrücke, die ich immer mehr verstand. Mit der Zeit war ich immer verblüffter, welches Potenzial eigentlich in mir schlummerte.

Ich gewann nach 25 Jahren Lebenszeit erstmalig Zugriff auf eine emotionale Welt in Fülle und kam in den Genuss eines engen Freundeskreises.

„Deshalb kann ich sagen, Coaching hat mein Leben verändert!“

Dann krempelte ich die Ärmel hoch

Nach über einem Jahr geführte Selbstreflektion, schaffte ich es in die Arbeitswelt einzutauchen. Erst habe ich ein Start-Up mitaufgebaut. Mein Chef und ich entwickelten eine KI-gestützte Software, die für mittelständische Unternehmen Marketingdaten für das nächste Quartal besonders präzise vorhersagen konnte. 

Wir waren quasi verliebt in diese Idee und so beschlossen wir unsere Begeisterung zu nutzen, um potenzielle Kunden mitzureißen. Wir entwarfen einen spannenden Vortrag.

Unsere Xing-Events waren komplett ausgebucht. Die Interessenten tummelten sich geradezu in der Eingangshalle.

Mit leuchtenden Augen präsentierte ich die neuesten technischen Möglichkeiten der Menschheit. Sie fieberten mit und fanden die Technik umwerfend faszinierend – sie wurden neugierig.

Es gab nur ein Problem: Ihre Herzen blieben kalt. Wirkliche Kauflust weckte sich nicht …

Meine erste Insolvenz

Schnell fühlte ich mich, wie ein Held in einem miserablen Science-Fiction, der eigentlich nur oberflächlich wegen der fortschrittlichen Technologie begafft wird.

Nach 14 Monaten Kampf konnten wir unser geliebtes Start-Up nicht über Wasser halten. Die Insolvenzanwältin nahm unser Büro in Gewahrsam. Als wir verlassen im kahlen Raum hockten, schaute ich aus dem 5. Stock über die faszinierende Altstadt Hamburgs. Ich hatte irgendwie das Gefühl, keinen sicheren Boden unter den Füßen zu haben. Die schöne Panorama-Aussicht machte mir Angst.

Die Existenzen brachen ein. Die Sekretärin schluchzte. Sie war stolze Mutter und war auf ein sicheres Gehalt angewiesen. Die Heimfahrt über fühlte ich mich innerlich leer. Zuhause kuschelte ich mich in meine Decke und starrte gegen die weiße Wand.

Ich wunderte mich, dass ich gut im Marketing war, aber es trotzdem einfach nicht hinhauen wollte. „Was habe ich hier übersehen?“ zweifelte ich an mir. Meine kastanienbraunen Gardinen tanzten zu dem kalten Wind, der durch mein gekipptes Fenster jaulte.

Ich kam darauf, dass wir uns eigentlich nur darauf konzentrieren, was wir nützlich fanden und nicht den Markt eruierten. Unser Herz schlug für unsere Software. Eigentlich egalisierten wir unsere Zielgruppe. Das war es! Also noch mal von vorn und den Menschen in den Mittelpunkt rücken.

„Hmm, wollte ich nicht eh direkter mit Menschen arbeiten?“  grübelte ich. Marketing und meine Gabe verknüpfen. Die Heilung in der Welt vergrößern, wie Friederike früher…

Autistische Kinder traten in mein Leben

Nach wochenlangem Auf und Ab beschloss ich mich als Autismus-Coach selbstständig zu machen und Eltern zu zeigen, wie sie ihre besonderen Kinder in ein selbstbestimmtes Leben führen können. Meine offenherzige Mutter jubelte am Telefon, als ich die Idee berichtete.

Über das Internet gewann ich schnell erste Klienten. Die Eltern waren durch meine transformative Geschichte ergriffen und setzten zuhause motiviert meine Übungen um. Durch meine lebenslange Erfahrung mit Autismus, konnte ich zum Beispiel den kleinen Niklas eine Kindheit ohne Ritalin ermöglichen. Langsam nimmt er seine Gefühle wahr. So wie ich früher in meinem Coaching.

Doch besondere Herausforderungen bringen auch meist finanzielle Sorgen mit sich. So kam es, dass meine Klienten häufiger Rechnungen nicht beglichen konnten.

Noch einmal hingefallen

Durch die entgegengebrachte Anerkennung sah ich darüber allzu oft hinweg. Bis ich mich eines Tages in meinen quietschenden Chefsessel zurücklehnte und mir mein Monitor ein rotes Konto präsentierte. Noch heute läuft mir ein Schauer über den Rücken, wenn ich an das blutige Minus denke…

„Ich habe mein sicheres Polster weggearbeitet!“  begriff ich ängstlich. Meine Erkenntnis bei dem Software-Startup: Nicht nur für das eigene Angebot begeistert sein, sondern auch die Zielgruppe ins Herz schließen.

Meine Erkenntnis als Autismus-Coach: Nicht nur Seele, sondern auch Kennzahlen! Doch was genau mache ich nun? „Hmm, was ist hier die Synthese?“  reflektierte ich und legte mich routineartig auf Bett.

Ich schätze Coaching sehr und liebe Marketing. Aber ich weiß, dass viele Coaches versuchen von unregelmäßigen Empfehlungen ihre Lebenskosten zu decken. Für die Neukundengewinnung fehlt meist Klarheit und Integrität. Besonders bei dem Dschungel von umsatzorientierten Marketing-Beratern.

Durch Integrität Vertrauen von Interessenten zu gewinnen, hielt ich für eine super Idee! Und so wollte ich wissen, wie ich mein Marketing-Know-How nicht nur anwenden, sondern auch aufschlussreich lehren könne.

Ich las dutzende von Fachbüchern und absolvierte über Monate 4 Trainings, bis ich den Mut fasste und mich endlich als „bereit“ für diese Aufgabe anerkennen konnte.

Aufgestanden und den Staub abgeklopft

Heute führe ich eine kleine Agentur und helfe Coaches, ein authentisches Personen-Marketing zu kreieren, bei dem der Coach ein warmes Gefühl von Integrität verspürt. Anschließend setze ich mithilfe von Xing die Kunden-Gewinnung für sie um.

Damit können sie sich bequem in ihre Genie-Zone ohne Angst vor Sichtbarkeit zurücklehnen und mehr Menschen können die lebensveränderte Wirkung von gutem Coaching erfahren, wie ich es durfte. Nebenbei bin ich noch für ein paar Familien gemeinnützig tätig. Das erfüllt mich und gibt mir sehr viel Sinnstiftung.

Falls Du nach einen eher formelleres „Über Devin“ Ausschau hältst, sind meine Qualifikationen und Fortbildungen hier auf Xing aufgelistet.

Herzliche Grüße aus dem grünen Helvesiek,

Dein Devin