Das ist meine Geschichte

Ich bin mit einer Gabe…

…auf die Welt gekommen – dem Asperger-Autismus. Mental konnte ich mich in meiner Kindheit super entwickeln und wurde immer liebevoll als „kleiner Professor” betitelt. Jedoch blieb mir meine emotionale Welt größtenteils verschlossen.

Sozial eckte ich hie und da immer mal wieder im an. Irgendwie scheinen wir in einer Welt zu leben, in der es jeder besser wisse. Ungünstige Ratschläge prasselten nur so täglich auf mich ein und stülpen mir ein „angepassten Devin“ über, der ich eigentlich nie war. Irgendwie ein Gefühl von Falsch-Sein etablierte sich in meinem Herzen.

Therapeutische Versuche konnten meine emotionalen Blockaden nicht lösen, bis ich im November 2014 dann Friederike kennenlernte. Sie war ein selbstständiger Coach Mitte 50 und der mitfühlendste Mensch, den ich je kennenlernen durfte. Sie coachte mich über viele intensive Monate, mich mit mir selbst und meinen Gefühlen in Einklang zu bringen.

Dabei sah sie mich immer wertschätzend als Experte für mein eigenes Leben an. Eine willkommene Abwechslung nach all dem Rumgezerre an meinem „Falsch-Sein“.

Sie pflegte immer zu sagen, dass diese Reise eine „Dynamic triggern“ würde. Zuerst glaubte ich das nicht. Doch von Monat zu Monat veränderte sich meine Sichtweise.

All die Gesichtsausdrücke, die ich immer mehr verstand. Mit der Zeit war ich immer verblüffter, welches Potenzial eigentlich in mir schlummerte.

„Deshalb kann ich sagen, Coaching hat mein Leben verändert!“

Dann krempelte ich die Ärmel hoch

Nach über einem Jahr geführte Selbstreflektion, schaffte ich es in die Arbeitswelt einzutauchen. Erst habe ich ein Start-Up mitaufgebaut. Mein Chef und ich entwickelten eine künstliche Intelligenz, die für mittelständische Unternehmen Marketingdaten für das nächste Quartal besonders präzise vorhersagen konnte. 

Wir waren quasi verliebt in diese Idee und so beschlossen wir unsere Begeisterung zu nutzen, um potenzielle Kunden mitzureißen.

Wir entwarfen einen spannenden Vortrag. Unsere Xing-Events waren komplett ausgebucht. Die Interessenten tummelten sich geradezu in der Eingangshalle.

Mit leuchtenden Augen präsentierte ich die neuesten technischen Möglichkeiten der Menschheit. Sie fieberten mit und fanden die Technik umwerfend faszinierend – sie wurden neugierig.

Es gab nur ein Problem: Ihre Herzen blieben kalt. Wirkliche Kauflust weckte sich nicht …

Meine erste Insolvenz

Schnell fühlte ich mich, wie ein Held in einem miserablen Science-Fiction, der eigentlich nur oberflächlich wegen der fortschrittlichen Technologie begafft wird.

Nach 14 Monaten Kampf konnten wir unser geliebtes Start-Up nicht über Wasser halten. Die Insolvenzanwältin nahm unser Büro in Gewahrsam. Als wir verlassen im kahlen Raum hockten, schaute ich aus dem 5. Stock über die faszinierende Altstadt Hamburgs. Ich hatte irgendwie das Gefühl, keinen sicheren Boden unter den Füßen zu haben. Die schöne Panorama-Aussicht machte mir Angst.

Die Heimfahrt über fühlte ich mich innerlich leer. Zuhause kuschelte ich mich in meine Decke und starrte gegen die weiße Wand.

Ich wunderte mich, dass ich gut im Marketing war, aber es trotzdem einfach nicht hinhauen wollte. „Was habe ich hier übersehen?“ zweifelte ich an mir. Meine kastanienbraunen Gardinen tanzten zu dem kalten Wind, der durch mein gekipptes Fenster jaulte.

Ich kam darauf, dass wir uns eigentlich nur darauf konzentrieren, was wir nützlich fanden und nicht den Markt eruierten. Unser Herz schlug für unsere Software. Eigentlich egalisierten wir unsere Zielgruppe.

Das war es! Also noch mal von vorn und den Menschen in den Mittelpunkt rücken.

Autistische Kinder traten in mein Leben

Nach wochenlangem Auf und Ab beschloss ich mich als Autismus-Coach selbstständig zu machen und Eltern zu zeigen, wie sie ihre besonderen Kinder in ein selbstbestimmtes Leben führen können.

Das Miteinander in der Welt vergrößern, wie Friederike früher…

Meine offenherzige Mutter jubelte am Telefon, als ich die Idee berichtete.

Über das Internet gewann ich schnell erste Klienten. Die Eltern waren durch meine transformative Geschichte ergriffen und setzten zuhause motiviert meine Übungen um. Ich gab meine Philosophie, andere Menschen als Experten für ihr eigenes Leben anzuerkennen weiter. Besonders die Mütter waren recht ergriffen, von dieser Sichtweise, nicht an ihre Kleinen herumzuzerren und stattdessen ihnen die freie Wahl zu lassen.

Durch meine lebenslange Erfahrung mit Autismus, konnte ich zum Beispiel den kleinen Niklas eine Kindheit ohne Ritalin ermöglichen. Langsam nimmt er seine Gefühle wahr. So wie ich früher in meinem Coaching…

Ich kam von meinem Pfad ab...

Doch besondere Herausforderungen bringen auch meist finanzielle Sorgen mit sich. So kam es, dass meine Klienten häufiger Rechnungen nicht beglichen konnten.

Durch die entgegengebrachte Anerkennung sah ich darüber allzu oft hinweg. Bis ich mich eines Tages in meinen quietschenden Chefsessel zurücklehnte und mir mein Computer-Bildschirm ein rotes Konto präsentierte. Noch heute läuft mir ein Schauer über den Rücken, wenn ich an das blutige Minus denke…

„Ich habe mein sicheres Polster weggearbeitet!“  begriff ich ängstlich.

Ein durchdringlicher Zynismus machte sich in meinem Herzen breit. Ich kann Marketing, ich gewinne Klienten, aber kein Geld. „Pff, aus damit!“

Ich schloss mit dem Autismus Coaching ab, kündigte alle meine Klienten, gründete eine eigene Agentur, ging in die Kaltakquise über und ohne wirkliches Interesse an meinem Gegenübers zu hegen.

Ich wollte den Abschluss und das Geld auf dem Konto. Kaufte mir eine goldene Uhr, einen Nadelstreifenanzug und schloss einen Unternehmensberater nach dem nächsten ab.

Ich hatte mich selbst verloren...

Es dauerte kein halbes Jahr, bis mein inneres Team sich langsam von diesen zwei Insolvenzen erholte.

Sie wurden etwas ruhiger…

Ich wurde ruhiger…

Und dann hörte ich langsam wieder eine Stimme in meinem inneren Team: Ich hatte meine eigenen Ideale mit einem zynischen Trotz getauscht…

Ich stehe für die Wertschätzung, die Authentizität und das „freie Wahl“-Lassen. Ich bin zum „Überstülper per excellence“ geworden. Genau die Art von dominantem Herumgezerre, dass ich schon in der Kindheit so verabscheute.

Ab in die Kanzler…

Eines Herbsttages ´19 sprach ich mit meinem Vater darüber. Er war stolz auf meine Erkenntnis. Das ich meinem Ideal treu bleiben möchte. Er sagte mit einem Lächeln auf den Lippen, dass ihn meine Geschichte etwas an Forrest Gump erinnere.

Wir beide beschlossen einvernehmlich, dass ich in seiner Online-Kanzlei „easyRechtssicher“ als Marketing Manager anfange.

Die Online-Kanzlei blüht durch mein Marketing immer weiter auf. Wir konnten nach nun knapp 10 Monaten den Umsatz verdoppeln und die Arbeitszeit spürbar reduzieren.

Jeder Kunde ist von sich aus, auf meinem Vater zugekommen. Es fühlt sich für mich stimmig an, die Manipulation bewusst auszulassen.

Am Wochenende coachte ich wieder Familien – dieses Mal gemeinnützig. Das erfüllt mich und gibt mir sehr viel Sinnstiftung.

Wie es nun zu dem heute kam

Ich liebe einfach Coaching. Es hat mein Leben komplett verändert. Aber ich sehe allzu viele Coaches, die deutlich weniger Menschen helfen, als sie eigentlich könnten.

Wenn sie nur mehr Klienten ihre coachenden Qualitäten erkennen würden, könnte diese Disbalance von Potenzial und tatsächlichen Umständen verkleinert werden. Aus diesem Grund möchte ich gerne nebenberuflich erneut eine Agentur aufbauen.

Meine Erfahrung mit der Manipulation im Marketing gibt mir heute die Fähigkeit, eine klare ethische Abgrenzung zu ziehen. Ich möchte meine Ideale wirklich treu bleiben und Menschen nur noch die freie Wahl lassen.

Das gestalte ich ganz einfach, indem ich für meine Klienten auf Xing oder LinkedIn regelmäßig etwas Interessantes poste und ihre professionelle Coaching-Webseite auf die erste Seite von Google bringe. So kann jeder potenzielle Klient von sich aus entscheiden, ob er das Kontaktformular auf der Webseite ausfüllen möchte oder eben nicht.

Das ist zu viel Arbeit für einen selbstständigen Coach, weshalb ich eben nicht nur berate, sondern auch alles umsetze – und zwar fortlaufend.

Falls das mit dem in Resonanz trifft, was Du Dir für Dein Marketing vorstellst, kannst Du gerne hier meine Leistungen durchstöbern.

Falls Du nach einen eher formelleres „Über Devin“ Ausschau hältst, sind meine Qualifikationen und Fortbildungen hier auf Xing aufgelistet.

Herzliche Grüße aus dem grünen Helvesiek,

Dein Devin